Spritzgussteil testen, bevor das Werkzeug gebaut wird

Ein Spritzgusswerkzeug kostet viel Geld und braucht viele Wochen. Muss das Bauteil danach noch geändert werden, wird es teuer. Deshalb fertigen wir Kunststoffteile, die später im Spritzguss in Serie gehen, vorher im PU-Vakuumguss – aus Ihren Spritzgussdaten, ohne Spritzgusswerkzeug.

So testen Sie Funktion, Montage und Dauerlauf mit seriennahen Kunststoffteilen. Typische Einsätze: 20 bis 40 Teile für Serientests in der Automobilbranche, transparente Teile zur Anschauung und Erprobung – und in der Medizintechnik sogar Serienteile mit 30 bis 50 Sätzen pro Jahr.

Bauteil aus PU-Vakuumguss

So läuft es ab

  1. Daten senden: 3D-Daten als STEP oder IGES. Die Spritzgussdaten übernehmen wir meist 1:1; eine Zeichnung ist für den Start nicht nötig.
  2. Prüfung und Angebot: Wir wählen das Gießharz, das Ihr Serienmaterial am besten abbildet, und schicken Ihnen ein Angebot.
  3. Urmodell und Silikonform: Wir fertigen das Urmodell und formen daraus die Silikonform ab.
  4. Abguss unter Vakuum: 2K-Gießharz in der Silikonform – auf Wunsch mit Einlegeteilen, eingefärbt, lackiert oder mechanisch nachbearbeitet.
  5. Lieferung und Test: Ihre Erkenntnisse fließen in die Konstruktion ein – bevor das Spritzgusswerkzeug gebaut wird.

Was der Prototyp kann – und was nicht

  • Werkstoff: Unsere Gießharze bilden alle gängigen Kunststoffarten nach, zum Beispiel ABS, PP, PA, PA-GF, PC, PC/ABS, PMMA, POM, TPE und silikonähnliche Werkstoffe – auch transparent, elastisch oder selbstlöschend nach UL 94.
  • Kennwerte: Die Eigenschaften stimmen wir gezielt auf das spätere Serienmaterial ab. Der Prototyp soll die Serienwerte nicht übertreffen – sonst zeigen Ihre Tests nicht den späteren Serienzustand.
  • Nicht derselbe Werkstoff: PU-Gießharze bilden den Serienkunststoff nach, sind aber nicht identisch.
  • Größe: Teile bis ca. 800 mm und 4,5 kg.
  • Stückzahl je Form: Eine Silikonform reicht je nach Teil für ca. 20–25 Abgüsse; für mehr Teile fertigen wir weitere Formen.
  • Möglich: 2K-Teile (hart/weich), eingegossene Einlegeteile wie Gewindebuchsen, Einfärben, Lackieren, Vakuum-Metallisieren.

Was kostet das?

Grobe, unverbindliche Richtwerte aus unseren abgerechneten Aufträgen (netto, Stand 10/2026):

  • Urmodell und Silikonform (einmalig): kleine Teile ca. 300–700 €, mittelgroße bis ca. 1.500 €, große bis ca. 3.500 €
  • Stückpreis: kleine Teile unter 50 €, mittelgroße ca. 50–200 €, große ca. 900–3.000 €
  • Typischer Stückpreis nach Stückzahl: 1–2 Stück ca. 200 €, 3–20 Stück ca. 100 €, 21–200 Stück ca. 50 €
  • Im Vergleich: Als grober Richtwert kostet die Silikonform meist weniger als ein Zehntel eines Spritzgusswerkzeugs und ist in weniger als einem Drittel der Zeit fertig – je nach Teil.

Alle Richtwerte: Richtpreise PU-Vakuumguss

So wird es günstiger

  • Stückzahl bündeln: Eine Silikonform reicht für ca. 20–25 Abgüsse – bestellen Sie möglichst so, dass die Form ausgenutzt wird.
  • Toleranzen und Nachbearbeitung nur dort, wo sie nötig sind.
  • Oberfläche passend wählen: Einfärben ist meist günstiger als Lackieren.
  • Folgeaufträge: Liegen Urmodell oder Form noch vor, entfallen die Einmalkosten weitgehend – meist fallen nur Rüstkosten von ca. 15–200 € an.
  • Normale statt Eil-Lieferzeit und Änderungen möglichst früh melden.

So geht es schneller

  • Typische Lieferzeit: 2,5 bis 4,5 Wochen.
  • Im Eilfall: ab Dateneingang bis zum Teil rund 2 Kalenderwochen; mit Zeichnung oder verbindlichen Maßen für die Nachbearbeitung in 2 bis 3,5 Kalenderwochen fertig. Eilaufträge kosten mehr, weil wir die Abläufe eng abstimmen.
  • Alle Angaben gleich in der ersten Anfrage – Serienmaterial, Stückzahl, Farbe, Oberfläche, Termin.

Häufige Fragen zum Spritzguss-Prototyp

Als grobe, unverbindliche Spanne: Urmodell und Silikonform kosten je nach Größe ca. 300–3.500 €, der Stückpreis liegt bei kleinen Teilen unter 50 €, bei mittelgroßen bei ca. 50–200 € und bei großen bei ca. 900–3.000 €. Als grober Richtwert ist das meist weniger als ein Zehntel eines Spritzgusswerkzeugs.

Typisch 2,5 bis 4,5 Wochen. Im Eilfall dauert es ab Dateneingang bis zum Teil rund 2 Kalenderwochen; mit Nachbearbeitung 2 bis 3,5 Kalenderwochen. Eilaufträge kosten mehr.

Alle gängigen Kunststoffarten, zum Beispiel ABS, PP, PA, PA-GF, PC, PC/ABS, PMMA, POM, TPE und silikonähnliche Werkstoffe. Wir wählen das Gießharz, das Ihr Serienmaterial am besten abbildet, und stimmen die Kennwerte darauf ab.

Eine Silikonform reicht je nach Teil für ca. 20–25 Abgüsse. Für größere Stückzahlen fertigen wir weitere Formen – in der Medizintechnik liefern wir so sogar Serienteile mit 30 bis 50 Sätzen pro Jahr.

Stückzahlen so bündeln, dass die Silikonform ausgenutzt wird, Toleranzen und Nachbearbeitung nur dort fordern, wo sie nötig sind, und bei der Oberfläche Einfärben statt Lackieren prüfen. Bei Folgeaufträgen mit vorhandener Form fallen meist nur Rüstkosten an.

PU-Gießharze bilden den Serienkunststoff nach, sind aber nicht derselbe Werkstoff – die Kennwerte stimmen wir auf die Serie ab. Die Standzeit einer Silikonform ist begrenzt. Und Änderungen an der Geometrie, nachdem die Form abgeformt ist, brauchen in der Regel eine neue Form.

Für eine Vorkalkulation reichen Daten eines ähnlichen Teils. Für ein Angebot brauchen wir 3D-Daten als STEP oder IGES; eine Zeichnung ist nicht nötig. Hilfreich sind Serienmaterial, Stückzahl, Farbe, Oberfläche und Termin.

Je früher, desto einfacher: Vor dem Abformen der Silikonform lassen sich Änderungen am Urmodell leicht einarbeiten. Ist die Form schon abgeformt, braucht eine Geometrieänderung in der Regel ein angepasstes Urmodell und eine neue Form. Änderungen an der Nachbearbeitung sind jederzeit gut umsetzbar.

So kommen Sie zum Ziel

Senden Sie Ihre 3D-Daten mit Serienmaterial, Stückzahl, Termin und Anforderungen an info@smp-prototypen.de, Betreff „Preisschätzung“. Geheimhaltungsvereinbarungen schließen wir gern ab; Ihre Daten bleiben bei uns im Haus.

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