Ein Druckgusswerkzeug kostet viel Geld und braucht viele Wochen. Stellt sich erst danach heraus, dass das Bauteil geändert werden muss, wird es richtig teuer. Deshalb lassen viele Entwicklungsabteilungen ihr späteres Druckgussteil zuerst als Aluminium-Sandguss-Prototyp fertigen – aus denselben Daten, ohne Druckgusswerkzeug.
So testen Sie Funktion, Montage und Dauerlauf mit echten Aluminiumteilen und geben das Werkzeug erst frei, wenn das Bauteil passt. Typische Beispiele aus unserer Praxis sind Elektronikgehäuse und Getriebegehäuse für Testläufe in der Automobilbranche.
Grobe, unverbindliche Richtwerte aus unseren abgerechneten Aufträgen (netto, Stand 10/2026):
Alle Richtwerte und was den Preis beeinflusst: Richtpreise Aluminium-Sandguss
Als grobe, unverbindliche Spanne: Die Modelleinrichtung kostet für mittelgroße Teile ca. 400–8.500 €, für große Teile bis ca. 20.000 €. Dazu kommt der Stückpreis einschließlich Bearbeitung von meist ca. 150–700 €, bei 3–20 Stück typisch ca. 250 €. Das ist als grober Richtwert meist weniger als ein Zehntel eines Druckgusswerkzeugs.
Typisch 2,5 bis 4,5 Wochen. Im Eilfall dauert es ab Dateneingang bis zum Gussteil rund 2 Kalenderwochen; mit Zeichnung oder verbindlichen Maßen ist das fertig bearbeitete Teil in 2 bis 3,5 Kalenderwochen bei Ihnen. Ein Eilauftrag kostet mehr, weil wir die Abläufe dafür eng abstimmen.
Eine 5-Seiten-Bearbeitung in einer Aufspannung ermöglichen, möglichst gleichbleibende Wandstärken und sinnvolle Verrippung vorsehen, Bearbeitungen mit wenig Werkzeugwechseln planen, Toleranzen nur dort fordern, wo sie nötig sind, und Stückzahlen bündeln – besonders wirtschaftlich sind etwa 3 bis 200 Teile.
Zeichnung oder verbindliche Maße gleich mitschicken, damit wir Guss und Bearbeitung überlappend planen können, und alle Angaben in der ersten Anfrage nennen. Für Einzelteile ist eine gedruckte Sandform oft schneller als ein Modell.
Wir gießen zuerst meist ein Teil und bewerten es; dasselbe Teil nutzen wir zum Einrichten der Bearbeitung. Zeigt es Schwächen, passen wir die Gusseinrichtung an, in der Regel ohne nennenswerten Zeitverzug. Schwierig wird es erst, wenn auch ein dritter oder vierter Versuch nicht gelingt – das kann bei sehr dünnwandigen Teilen vorkommen.
Vor allem bei sehr dünnen Wänden und langen Fließwegen sowie bei Änderungen, die die Aufspannlage verändern. Porosität prüfen wir per Röntgen, Verzug gleichen wir durch Richten direkt nach dem Lösungsglühen aus. Wichtig: Gefüge und Oberfläche eines Sandgussteils unterscheiden sich vom Druckguss, die mechanischen Kennwerte stimmen wir aber auf die Druckgusswerte ab.
Für eine Vorkalkulation reichen Daten eines ähnlichen Teils. Für ein Angebot brauchen wir 3D-Daten als STEP oder IGES; eine Zeichnung ist nicht nötig. Hilfreich sind Stückzahl, Legierung, Termin und die wichtigen Flächen farbig markiert.
Bis die Fertigung eingefahren ist, setzen wir Änderungen ohne nennenswerten Aufwand oder Zeitverzug um; im laufenden Prozess kann es zu kleinen Verzögerungen kommen. Änderungen am Gussteil wie an der Bearbeitung sind gut umsetzbar. Aufwendiger wird es erst, wenn sich dadurch die Aufspannlage ändert.
Senden Sie Ihre 3D-Daten mit Stückzahl, Legierung, Termin und Anforderungen an info@smp-prototypen.de, Betreff „Preisschätzung“. Geheimhaltungsvereinbarungen schließen wir gern ab; Ihre Daten bleiben bei uns im Haus.
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